»Es lebe die Freiheit!«, waren seine letzten Worte. Hans Scholl wurde im Alter von nur 24 Jahren von den Nationalsozialisten hingerichtet. Heute ist sein Name vor allem mit der »Weißen Rose« verbunden. Doch der leidenschaftliche junge Mann fand erst über Umwege in den Widerstand. Als fanatischer HJ-Führer jubelte er noch dem »Führer« zu. Doch nach einer tief empfundenen Sinnkrise, die mit seiner ersten Verhaftung 1937 begann, wandte er sich dem Christentum zu, das fortan sein Denken und Handeln bestimmen sollte. Autor Jakob Knab schildert die beeindruckende Geschichte einer Umkehr frei von konfessionellen und ideologischen Vorurteilen. Wie konnte Hans Scholl der »Diktatur des Bösen« widerstehen? Welchen Einfluss hatten Elternhaus, Lektüre, Kriegsdienst und die Anklage wegen Homosexualität? Die packende Biografie erlaubt endlich ein tieferes Verständnis von Scholls vielschichtiger Persönlichkeit.

Hierzu gehört auch Scholls Begegnung mit Carl Muth, dem Herausgeber der Monatsschrift Hochland. Hier ein Auszug aus der Biografie: „Seinerzeit namhafte Theologen, Kulturphilosophen und Schriftsteller wie Erik Peterson, Joseph Bernhart, Werner Bergengruen und Theodor Haecker wandten sich in kritischen Hochland-Artikeln gegen die NS-Ideologie als Heilslehre. Haecker hatte Predigten von John Henry Newman für das Hochland ins Deutsche übertragen. Deren Grundtenor war der Widerspruch zwischen der Freiheit des Gewissens und den Übergriffen einer weltlichen Herrschaft, es ging um Standhaftigkeit gegen autoritäre Zumutung und um die Gewissensfreiheit der Person gegenüber Zwängen und Herrschaftsansprüchen der Obrigkeit. Es trat der Gedanke zutage, dass das Böse in der Geschichte schließlich durch das Martyrium gläubiger Menschen überwunden werde." (Seite 103)

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